Schmusetuch und etwas Psychologie

 

Schmusetücher haben ihren eigenen Wert

 

Schmusetücher oder Kuscheltücher gibt es in den unterschiedlichsten Varianten, einfache vernähte Tücher, aber auch Tücher mit Teddybärenkopf, besondere Puppenköpfe, Fellstücke bis hin zu weichen Kissen oder auch nur ein einfacher Kissenbezug können als Schmusetuch für ein Baby oder ein Kind genutzt werden.

 

Projektionen auf ein Schnuffeltuch können sich gut bis ins Erwachsenenalter weiterentwickeln. Unauffällige Schmuseobjekte wird wohl jeder kennen, diese nennen sich dann ein Lieblingsstift, eine bevorzugte alte Strickjacke nur für zuhause, eine abgewetzte Cordjacke. Die Nutzung ist schon fast rituell zu sehen.

Was haben diese Dinge gemeinsam ?

Es werden Befindlichkeiten dieser Objekte dabei transportiert, Befindlichkeiten wie Sicherheit, Geborgenheit, Wohlfühlen, Vertrautheit usw. alles Urbedürfnisse, die durch ein Objekt wie das Schmusetuch begreifbar und erlebbar sind.

Schmusetücher bieten einen vertrauten Umgang, es fasst sich immer gleich an, es riecht immer gleich, es ist oft der erste “Besitz”.

 

Umgangsregeln mit einem Schmusetuch

 

Ein Schmusetuch ist nicht nur ein Stück Stoff.  Nur wenn es das Kind ausdrücklich wünscht, darf es den Gang in die Waschmaschine finden, selbst das Reparieren, beispielsweise einen Riss vernähen, sollte immer gut abgesprochen sein. Ein heimliches Verbessern des “alten Lappens”  ist nahezu ein Treuebruch.

Daher sollte man als Eltern auch möglichst das Lieblingsschmusetuch im Doppelpack haben.

Eltern sollte das Kuscheltuch so würdigen, wie wenn es ein lebender Begleiter ihres Kindes wäre. Im Umgang mit seinem eigenen persönlichen Schmuselappen entwickelt das Kind seine eigene Autonomie. In dieses Reich darf man als Elternteil nur ganz behutsam und mit Gefühl eindringen.

Daher sollte der Kauf eines qualitativ hochwertigen Schmusetuches eine wohlüberlegte Sache sein, es macht ja auch echte Freude, wenn man den treuen Begleiter seines Kindes lange Jahre mitverfolgen kann. Für ein Schmusetier gilt natürlich auch das selbe.

Auch darf man sich als Elternteil nicht am “abgearbeitetem” Aussehen so eines Schmusestoffes nicht erschrecken und diesen gar abfällig bewerten.

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2 Antworten auf Schmusetuch und etwas Psychologie

  • Hi, ich liebe meine Schmusetücher seit ich ein kleines Baby war. Jetzt bin ich, w, allerdings 26 Jahre alt. Mit 18 habe ich es mal für ein Jahr ohne die Schmusetücher versucht. Doch als ich mit 19 auszog, kaufte ich mir relativ schnell wieder diese Schmusetücher… Je nach Befinden ist das bei mir so:
    Gut: Schnuffi bleibt den Tag über im Bett.
    Mittel: Schnuffi kommt mit ins Auto, wird während der Fahrt in der Hand geknuddelt.
    Schlecht: Die Schnuffi kommt in meiner Handtasche mit. Allein das Wissen, dass “sie” während der Arbeit im Spint in meiner verschlossen Tasche ist, hilft mir.
    Tja, und dir Waschmaschine ist sehr sehr sehr selten im Einsatz…
    Geht es auch Anderen so?
    Gibts dazu schlüssige Erklärungen?
    Vielen Dank, dass ihr mich nicht auslacht.

    • Hallo,

      dem Phänomen des erwachsenen Schnuffeltuch-Besitzers kann ich mich hier anschließen. 🙂

      Ich benutze mein Schnuffi auch immer noch – und ich bin über 30.
      Tatsächlich weiß das mittlerweile keiner mehr. Meine Eltern haben es bis in meine frühe Jugend mitbekommen.
      Da die Reaktion darauf oft negativ war (“Du bist doch jetzt wirklich zu alt dafür…) oder gar Ekel ausgedrückt wurde (da man ja ein Schnuffi nunmal einfach des behaglichen Eigengeruchs wegen nicht sonderlich wäscht), hab ich das geliebte Kuscheltuch irgendwann zu meinem heimlichen Relikt gemacht.
      Mittlerweile hat es Löcher und Risse und das Blümchenmuster ist völlig verblichen. EGAL! Ich liebe es! XD

      Ich empfinde das selbst nicht als “abnormal”. Das Tuch war halt immer schon da. Für mich ist es eine Art Rückzugsmethode. Ich rolle es um meinen Finger und tüdele damit rum. Und zum Einschlafen oder Dösen kommt es vor die Nase.

      Interessanterweise brauche ich es nicht, wenn mein Partner neben mir liegt. Dann wird es durch seinen Geruch ersetzt.

      Als Erklärung würde ich zusammenfassend einfach sagen, daß gerade hochsensible Menschen solche Angewohnheiten aus der Kindheit mitnehmen, um hin und wieder wirklich abschalten und instant tiefenentspannt sein zu können, da sie dies als Ausgleich zum Streß des Alltags brauchen.

      Ich möchte es aber trotz guter Erklärung meinen Bezugspersonen nicht erklären müssen und behalts einfach für mich. 😉

      LG

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